Jagd, Genuss und Architektur – das Fassadenrelief an der Mauerkirchnerstraße 2
Manche Gebäude erzählen ihre Geschichte schon auf den ersten Blick.
Die Immobilie in der Mauerkircherstraße 2 gehört dazu.
1905 reichte der Architekt Max Langheinrich bei der Lokalbaukommission München den Plan für eine „Restauration mit Bierstube“ ein. Ein Jahr später, 1906, eröffnete die Gastwirtschaft „St. Franziskus“ mit Franziskaner Leistbräuausschank.
Der historische viergeschossige Walmdach‑Eckbau war eines der ersten Häuser im Gebiet des Herzogsparks. Seine aufwendig gegliederte Putzfassade, die Arkaden im Erdgeschoss sowie plastische Fensterrahmungen und Reliefs prägen bis heute das Stadtbild.
Ein besonderes Detail ist das markante Fassadenrelief mit einem Reiter und Hunden:
Es zeigt eine klassische Jagdszene, ein bewusst gewähltes Motiv. Als bildhafter Fassadenschmuck verwies es auf die jagdgeschichtlich geprägte Umgebung von Herzogpark und Isarauen und entsprach dem barockisierenden Jugendstil der Bauzeit, der Bewegung, Natur und Repräsentation gerne miteinander verband.
Am Eingang des Herzogparks wird mehr als ein Jahrhundert später die gastronomische Tradition des historischen „St. Franziskus“ fortgeführt: Im Erdgeschoss befindet sich heute das Restaurant „Catwalk“ und das beliebte Backspielhaus. Ein Beispiel dafür, wie historischer Bestand und zeitgemäße Nutzung miteinander harmonieren.
Für uns bedeutet verantwortungsvolle Bestandspflege, Architektur zu bewahren und zugleich Raum für lebendiges Stadtleben zu ermöglichen.
Mauerkircherstraße - früher & heute:

Weitere Impressionen von der Mauerkircherstraße:




